Ich stehe im Finale der Wahl zum „Feuerwehrhelden 2026“ der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Darüber freue ich mich wirklich sehr. Gleichzeitig ist es eine Auszeichnung, mit der ich mich persönlich ein wenig schwertue. Denn wenn ich an einen Helden denke, dann denke ich nicht unbedingt an mich.
Seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Freiwilligen Feuerwehr. Ich bilde Feuerwehrangehörige aus, übernehme Verantwortung und versuche, dort etwas zu bewegen, wo ich glaube, dass wir gemeinsam besser werden können. Das mache ich nicht, weil ich dafür Anerkennung erwarte, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, unsere Gesellschaft ein Stück besser machen.
Helden gibt es überall
Wenn wir über Helden sprechen, denken viele vermutlich zuerst an Menschen, die andere aus brennenden Gebäuden retten, bei Verkehrsunfällen helfen oder unter schwierigen Bedingungen ihr eigenes Leben riskieren. Und ja, das sind zweifellos beeindruckende Leistungen.
Aber für mich beginnt heldenhaftes Handeln schon viel früher und geht weit über die Feuerwehr hinaus.
Es sind Menschen, die sich täglich um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Menschen, die sich für andere einsetzen, obwohl sie selbst genug Herausforderungen haben. Menschen, die in Vereinen Verantwortung übernehmen, Kindern und Jugendlichen Perspektiven geben oder einfach dann da sind, wenn jemand Hilfe braucht.
Viele dieser Menschen stehen niemals auf einer Bühne, bekommen keine Auszeichnung und tauchen in keiner Zeitung auf. Trotzdem leisten sie jeden Tag unglaublich viel für unsere Gesellschaft. Häufig ganz selbstverständlich und ohne dafür etwas zurückhaben zu wollen.
Deshalb finde ich es schwierig, einzelne Menschen als Helden hervorzuheben, wenn es da draußen so viele gibt, die diese Bezeichnung genauso verdient hätten.
Feuerwehr ist immer Teamarbeit
Was mich an der Feuerwehr seit jeher begeistert, sind die Menschen. Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Persönlichkeiten, die gemeinsam etwas erreichen, was allein oft nicht möglich wäre.
Natürlich gibt es Situationen, in denen Einzelne besonders viel leisten. Aber am Ende funktioniert Feuerwehr nur gemeinsam. Der erfolgreiche Einsatz ist selten die Leistung einer einzelnen Person. Dahinter stehen Menschen, die ausbilden, organisieren, Fahrzeuge pflegen, Nachwuchs fördern und im entscheidenden Moment füreinander einstehen.
Auch meine eigene Arbeit wäre ohne diese Menschen nicht möglich.
Für mich bedeutet Führung deshalb vor allem, Verantwortung für andere zu übernehmen. Wenn etwas schiefläuft, muss ich als Führungskraft bereit sein, mich vor meine Leute zu stellen und Verantwortung zu tragen. Wenn etwas gut läuft, dann sind es meine Leute, die im Mittelpunkt stehen sollten. Denn sie sind es, die gemeinsam die Leistung erbringen.
Ich brauche dafür kein Podest. Viel wichtiger ist mir, dass diejenigen gesehen werden, die sonst vielleicht viel zu selten Anerkennung bekommen.
Warum ich mich trotzdem über die Nominierung freue
Natürlich freue ich mich über die Nominierung und darüber, dass ich es bis ins Finale geschafft habe. Es wäre auch nicht ehrlich, etwas anderes zu behaupten. Es ist ein schönes Gefühl, wenn Menschen wahrnehmen und wertschätzen, wofür man sich engagiert.
Vielleicht ist diese Nominierung aber auch eine Gelegenheit, auf etwas aufmerksam zu machen, das mir besonders wichtig ist: Wir brauchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Menschen, die Dinge hinterfragen, Veränderungen anstoßen und sich auch dann für andere einsetzen, wenn es unbequem wird.
Gerade im Ehrenamt dürfen wir nicht vergessen, dass Engagement keine Selbstverständlichkeit ist. Menschen investieren ihre Freizeit, ihre Energie und oft auch einen großen Teil ihres Privatlebens, um für andere da zu sein. Dafür verdienen sie Respekt, Wertschätzung und vor allem gute Rahmenbedingungen.
Wenn ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, dass sich Menschen in ihrem Ehrenamt wohlfühlen, Führung besser wird und wir gemeinsam etwas verändern, dann bedeutet mir das persönlich mehr als jeder Titel.
Danke für Eure Unterstützung!
Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich bisher unterstützt, für mich gestimmt oder mir einfach ein paar nette Worte mitgegeben haben. Das bedeutet mir viel.
Und natürlich freue ich mich über jede weitere Stimme im Finale der Wahl zum Feuerwehrhelden 2026.
Wenn Ihr mich unterstützen möchtet, könnt Ihr hier an der Abstimmung teilnehmen:
Zur Abstimmung der MAZ – Feuerwehrheld 2026
Unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht, möchte ich eines sagen: Danke an alle, die sich tagtäglich für andere einsetzen. Ob bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, in sozialen Einrichtungen, in Vereinen oder ganz privat.
Ihr macht den Unterschied. Auch dann, wenn niemand darüber berichtet.

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